Lernen, was ist das?

Lernen findet täglich und bei jedem lernfähigen Lebewesen statt. Ein Lebewesen bewegt sich in der Welt und erlebt seine Umwelt und deren Reaktion auf sich selbst.

Das Wissen und die Erfahrung, die es dabei gewinnt, führt sehr wahrscheinlich dazu, dass es sein Verhalten an seine Umwelt anpasst.

Es gibt Verhalten, welches angeboren ist. Und es gibt Verhalten, welches im Leben erlernt wird.
Neues Verhalten erlernt ein Lebewesen durch Beobachtung und Nachahmung oder indem es etwas ausprobiert, also durch Versuch und Irrtum.

Ob das angeborene oder erlernte Verhalten in Zukunft auch gezeigt wird, hängt stark davon ab, ob es sich als sinnvoll, zielführend und vorteilhaft erweist oder nicht.
Wir erinnern uns, es geht darum Bedürfnisse zu befriedigen, was für uns alle sehr wichtig bis lebensnotwendig ist.


Dabei gilt ganz einfach:
Folgt auf ein Verhalten eine Konsequenz, die wir als zielführend empfinden, werden wir dieses Verhalten wahrscheinlich öfter wiederholen.
Folgt aber eine Konsequenz, die für uns eher Unangenehmes oder sogar Gefahr bedeutet, werden wir dieses Verhalten eher unterlassen.

Die Fähigkeit sich in dieser Form an die Umwelt anzupassen, ist allen lernfähigen Lebewesen angeboren und schlägt sich durch Veränderungen im Gehirn nieder.
Ob wir also wollen oder nicht, jeder von uns und auch unsere Tiere lernen jeden Tag dazu.
Und die Art und Weise, wie dies geschieht, ist in unserer Gehirnstruktur festgelegt.
Konrad Lorenz nannte dies unseren angeborenen Lehrmeister. 

Die Art, wie lernfähige Lebewesen lernen ist seit vielen Jahrzehnten gründlich erforscht und wird durch die moderne Gehirnforschung gestützt.

Wenn wir also wollen, dass unsere Hunde erwünschtes Verhalten lernen, dann geht es um die Entscheidung, ob wir uns diesen angeborenen Lehrmeister zu Nutze machen, oder ob wir das Lernen unseres Hundes dem Zufall überlassen.

Klassische Konditionierung

Operante Konditionierung

Lernen durch Beobachtung

Das Markertraining