Die positive Trainingskultur

Im positiven Training gibt es ein paar wichtige Grundannahmen: Wir wollen eine vertrauensvolle, liebevolle und gleichwürdige Beziehung zu unserem Hund. Das bedeutet, dass wir für unseren Hund kein Hundehalter, Besitzer und schon gar  kein Chef sein wollen. Wir sehen unsere Rolle gegenüber dem Hund als eine liebevolle Bezugsperson, die ihn schützt und unterstützt, wo immer uns das möglich ist. Wenn wir dem Hund Grenzen setzen müssen - und das müssen wir viel zu oft - dann kommunizieren wir diese fair und ohne Gewalt. Und wir haben uns eine ethische Grundlage gegeben, die immer weiter diskutiert und entwickelt wird.

Mehr Wissen? Bitte schön:

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Icon: Hund im goldenen Käfig, Text: Ohne Kontrolle ist selbst die beste Versorgung nichts als ein goldener Käfig

Erlernte Hilflosigkeit

In einer bedrohlichen Situation nicht wissen, was du tun kannst, fühlt sich wirklich schlimm an. Ich glaube, dass kennt jeder. Wie schlimm muss es sein, wenn du zu der Überzeugung gelangst, dass es keinen Ausweg mehr gibt. Du gibst auf und probierst es auch unter den schlimmsten Umständen nicht mehr. 

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Icon gewaltfrei Text: Gewaltfrei trainieren - Wir zeigen Dir den Weg

Gewaltfrei trainieren - geht das?

"Gewalt gegenüber meinem Hund? Niemals würde ich das tun!" 

Und tatsächlich schlägst du deinen Hund nicht, tust ihm nicht weh, nutzt keine schmerzhaften Trainingsmittel - jedenfalls nicht wissentlich. Aber mal ein bisschen schimpfen, ein "NEIN!" mit tiefer Stimme kann ja nicht so schlimm sein. Oder doch?!

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Icon Schranke Text: Grenzen setzen heißt, Gewohnheiten bilden

Grenzen setzen

Wir müssen Hunden Grenzen setzen, dass ist ein feststehende Tatsache! Wirklich? Ich frage mich, ob diese Annahme in dieser einfachen Form stimmt. Es stimmt, dass Hunde nicht alles tun sollten, was ihnen gerade einfällt und es stimmt, dass Hunde viele Grenzen erleben. Müssen wir dann noch welche setzen?

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Icon das gefüllte Vertrauenssparschwein

Das Vertrauenskonto

Mein Hund hat Angst beim Tierarzt und wenn ich ihn bürsten oder Krallen schneiden will. Manchmal wenn ich meinen Hund rufe, dann kommt er zwar näher, fängt dann aber an zu buddeln oder irgendwo zu schnüffeln, anstatt zügig zu kommen. 

Dann muss ich das doch streng durchsetzen oder etwa nicht? 

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Hund (Tijger) spielt mit Ball, Text unter dem Bild lautet: Mit Wupperklick immer am Ball bleiben

Das Leben ist kein Wunschkonzert?!

Ja, aber der Hund kann doch nicht alles haben, was er will. Wenn ich dem immer alles erlaube, dann ist er am Ende total verwöhnt und benimmt sich daneben. Und jede:r muss doch auch mal aushalten, dass er nicht bekommt, was sie gerne hätte!

Ist das wirklich so einfach? 

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Icon: Lupe über Buchseiten Text: Wissen unter der Lupe - wir machen dich schlau

Verstärker ...

Das ist mir viel zu kompliziert. Das ist so mechanisch und so kann das doch nicht funktionieren. Mein Hund muss doch auch wissen, was er nicht tun soll! Das mit den Verstärkern ist mir zu unflexibel, ich setze lieber auf Kommunikation! Und wenn das alles gar kein Widerspruch und ganz natürlich wäre?

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Grafik 2 Signalflaggeb und ein Soldat mit Megafon, Text Signal oder Kommando? Entscheidende Unterschiede

Signal oder Kommando

Ich will, dass der Hund tut, was ich ihm sage. Also gebe ich ein Kommando (oder auch Befehl) und dann ...?! Macht er es meistens, manchmal, öfter oder eben auch nicht. Aber das muss der doch, der muss doch hören! Ich muss mich doch durchsetzen! 

Wirklich? Muss der das? Oder kann der sich auch anders entscheiden? Und dann?

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Icon: Hund im Training, Kind und Hund auf Bank. Text. Training os´der Beziehungß Wir finden: Training ist Beziehung

Training oder Beziehung

Ist das ein Widerspruch? Training ist doch Handwerk! Und im Training lernt mein Hund Kommandos, Training macht meinen Hund zur Reiz-Reaktionmaschine, Training ist unflexibel und geht nicht auf die Persönlichkeit meines Hundes ein. Hast du alles schon gehört? 

Lass dich vom Gegenteil überzeugen!

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Icon: Waage zeigt in grünem Bereich an. Text: Positiv verstärken - Daumen hoch- erfolgreiches Training - bessere Kommunikation - gut für die Beziehung

Positiv verstärken

Belohnst du noch oder verstärkst du schon?

Fragst du dich gerade, was die Frage soll, ist das nicht ein und das Selbe? Kennst du das, wenn du dir die schönste Belohnung der Welt ausgedacht hast und dein Hund pfeift drauf? Dann wird es Zeit, dass du dich mit Verstärkern beschäftigst, denn verstärken ist soviel mehr als nur belohnen.

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2 Hunde interagieren miteinander - ist es Spiel oder nicht?

Die gruselige Party

Stell dir vor, du wirst auf eine Party mitgenommen und kannst alleine nicht nach Hause. Du fühlst dich furchtbar unwohl. Deine Begleitung amüsiert sich königlich und möchte noch lange bleiben, vielleicht sogar übernachten und ist nicht gewillt, die Party zu verlassen. Du kannst nicht weg